Passivhaus Austria tritt klimaaktiv bei

23. September 2014
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klimaaktiv – die Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) feierte ihr 10-jähriges Bestehen im Rahmen des Jahrestreffens am 17. September in Wien. Bundesminister Andrä Rupprechter überreichte im Rahmen des Jahrestreffens Günter Lang, stellvertretend für die Passivhaus Austria, für ihr Engagement im Klimaschutz die klimaaktiv Auszeichnung

Die Pas­siv­haus Aus­tria re­prä­sen­tiert mit ih­ren en­ga­gier­ten Mit­glie­dern die Speer­spit­ze der kli­ma:ak­tiv Part­ner im Ge­bäu­de­sek­tor.

Der Ge­bäu­de­sek­tor ist für ein Drit­tel der ös­ter­reich­wei­ten CO2-Emis­sio­nen ver­ant­wort­lich. „Mit dem Pas­siv­haus-Stan­dard im Neu­bau und Ener­PHit-Stan­dard in der Sa­nie­rung ha­ben wir aber gleich­zei­tig die be­reits tau­send­fach be­währ­ten und kos­ten­op­ti­ma­len Baus­tan­dards zur Hand, um den Ener­gie­ver­brauch und die CO2-Emis­sio­nen nach­hal­tig um 80 bis 95 Pro­zent zu sen­ken“, be­tont Gün­ter Lang, Lei­ter der Pas­siv­haus Aus­tria das En­ga­ge­ment für ei­ne kon­se­quen­te Um­set­zung des kli­maak­tiv Gold La­bels. Lang wei­ter: „Jeg­li­cher schlech­te­rer Stan­dard ist ge­ra­de in An­be­tracht des eben er­schie­ne­nen na­tio­na­len Sach­stands­be­rich­tes zum Kli­ma­wan­del ge­gen­über der Be­völ­ke­rung und un­se­ren Kin­dern nicht mehr ver­tret­bar. Au­ßer­dem ist die bil­ligs­te Re­duk­ti­on des Ener­gie­ver­brau­ches bei Ge­bäu­den ein­fach die An­wen­dung des kor­rekt kal­ku­lie­ren­den PHPP Pas­siv­hausPro­jek­tie­rungs­Pak­tes“.

Bun­des­mi­nis­ter An­drä Rupprech­ter zeich­ne­te im Rah­men des Jah­res­tref­fens die Pas­siv­haus Aus­tria und 73 wei­te­re neue kli­maak­tiv Part­ner aus. Die vor­bild­li­chen Un­ter­neh­men, Or­ga­ni­sa­tio­nen, Ver­ei­ne und Bil­dungs­ein­rich­tun­gen sind in ganz Ös­ter­reich an­ge­sie­delt. Die Band­brei­te der Zu­sam­men­ar­beit von kli­maak­tiv mit den Part­nern in den Schwer­punkt­be­rei­chen „Bau­en und Sa­nie­ren“, „Ener­gie­spa­ren“, „er­neu­er­ba­re Ener­gi­en“, „Mo­bi­li­tät“ so­wie „Bil­dung“ ist groß.

„Kli­ma­schutz kann nur funk­tio­nie­ren, wenn wir al­le ge­mein­sam einen Bei­trag leis­ten. Mit der Ent­schei­dung, ein Teil un­se­res Netz­wer­kes zu wer­den, tra­gen die kli­maak­tiv Part­ner den Kli­ma­schutz­ge­dan­ken mit und tei­len ihr Wis­sen so­wie ih­re Er­fah­run­gen. Bei der Um­set­zung ih­rer Kli­ma­schutz­maß­nah­men wer­den sie von kli­maak­tiv un­ter­stützt. Die Part­ner ver­ein­ba­ren wirt­schaft­li­chen Er­folg mit dem Um­welt­schutz­ge­dan­ken, un­ter­stüt­zen die Eta­blie­rung von in­no­va­ti­ven Kli­ma­schutz­tech­no­lo­gi­en und stär­ken mit neu­en green jobs auch den Wirt­schafts­stand­ort Ös­ter­reich“, so Rupprech­ter.

 

Kli­ma­wan­del ist end­gül­tig an­ge­kom­men und trifft Ös­ter­reich be­son­ders hart
Die­ses er­nüch­tern­de Er­geb­nis zeigt der eu­ro­pa­weit ers­te nationale Sachstandsbericht zum Klimawandel 2014 auf, wel­cher bloß Stun­den vor dem kli­maak­tiv Jah­res­tref­fen vor­ge­stellt wur­de. Ge­för­dert vom Kli­ma- und Ener­gie­fonds ha­ben mehr als 240 ös­ter­rei­chi­sche Kli­ma­for­scher den Be­richt in drei­jäh­ri­ger Ar­beit er­stellt. Di­men­si­on und Aus­wir­kun­gen des Kli­ma­wan­dels und der not­wen­di­ge Hand­lungs­be­darf wer­den in ih­rer gan­zen Reich­wei­te er­fasst und auf über 1000 Sei­ten prä­sen­tiert

Zen­tra­le Er­kennt­nis­se dar­aus: Die Leid­tra­gen­den des Kli­ma­wan­dels sind in prak­tisch al­len Be­rei­chen zu fin­den, vor al­lem die Land- und Forst­wirt­schaft, Öko­sys­te­me, Biodi­ver­si­tät, aber auch Tou­ris­mus und das Ge­sund­heits­sys­tem sind be­trof­fen. Die öko­no­mi­schen Aus­wir­kun­gen ex­tre­mer Wet­te­rer­eig­nis­se in Ös­ter­reich sind be­reits jetzt er­heb­lich und ha­ben in den letz­ten drei Jahr­zehn­ten zu­ge­nom­men. Ei­ne kli­ma­be­ding­te Ver­stär­kung sol­cher Scha­den­ser­eig­nis­se hät­te si­gni­fi­kan­te Aus­wir­kun­gen auf die Volks­wirt­schaft Ös­ter­reichs.

In der Pe­ri­ode seit 1880 ist die Tem­pe­ra­tur um na­he­zu 2°C ge­stie­gen. Ein wei­te­rer Tem­pe­ra­tur­an­stieg in Ös­ter­reich ist zu er­war­ten. Un­ter ei­nem „bu­si­ness-as-usu­al“ Emis­si­onss­ze­na­rio wä­re ei­ne Er­wär­mung um et­wa +3,5°C bis zum En­de des 21. Jahr­hun­derts so gut wie si­cher.

Nicht nur die Po­li­tik, Un­ter­neh­men oder Or­ga­ni­sa­tio­nen sind ge­for­dert, ih­ren Bei­trag in Sa­chen Kli­ma- und Um­welt­schutz zu leis­ten. Je­der und je­de Ein­zel­ne kann et­was bei­tra­gen. Da­für wur­de der kli­maak­tiv-Coach ent­wi­ckelt. Kon­su­men­tin­nen und Kon­su­men­ten er­hal­ten auf www.kli­maak­tiv-coach.at wert­vol­le Tipps, wie sie CO2, Ener­gie und Geld spa­ren kön­nen.

 

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